26. Juni 2009
Syna hat gemeinsam mit den anderen der Dachorganisation Travail.Suisse angeschlossenen Verbänden die Unterschriften für ihre Initiative «6 Wochen Ferien für alle» mit fast 108 000 gültigen Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Ziel dieser Initiative ist es, den gesetzlichen Mindestanspruch auf Ferien von heute vier auf sechs Wochen zu erhöhen.
Wie bereits die Initiative für faire Kinderzulagen ist auch die Initiative: «6 Wochen Ferien für alle» eine aufbauende Initiative. Wir wollen nicht etwas Gestriges bewahren, sondern wir wollen die zukünftigen Arbeits- und Lebensbedingungen mitgestalten.
Aufbauend für die Gesundheit
Von den Arbeitenden wird immer mehr Leistung verlangt. Druck und Stress nehmen zu. Die Krise verstärkt die Belastung am Arbeitsplatz. Mehr Ferien geben den Arbeitnehmenden mehr Zeit zur Erholung und somit mehr Schutz ihrer Gesundheit.
Aufbauend für die Gesellschaft
Mehr Ferien heisst auch, mehr ganze freie Tage als echtes Gegengewicht zur Arbeitszeitbelastung zu haben. Mehr Ferien bedeutet mehr Zeit für die Familien, für Eltern und Kinder, für Kameradinnen und Kameraden und für weiteres gesellschaftliches Engagement. Mehr Ferien stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Aufbauend für die Betriebe
Viele Arbeitgebende sehen die Notwendigkeit und den Nutzen von mehr Ferien und sie haben deshalb mit uns Gewerkschaften weitergehende Ferienregelungen vereinbart. Es gibt aber noch zahlreiche Branchen, in denen keine oder nicht so weitgehende gesamtarbeitsvertragliche Ferienregelungen gelten. Mehr Ferien für alle schaffen einen wichtigen Ausgleich.
Aufbauend für neue Arbeitsplätze
Die Arbeitnehmenden ziehen mehr bezahlte freie Tage einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit vor. Bei einer schrittweisen Verkürzung der Wochenarbeitszeit erledigen gleichviele Leute in weniger Zeit gleichviel Arbeit. Mehr Ferien bewirken, dass neue Arbeitskräfte eingestellt werden, und sie verhindern Personalabbau. Mehr Ferien also auch, damit mehr an Bord kommen und bleiben können.
Aufbauend für die Produktivität
Rein rechnerisch kostet eine Woche Ferien pro Jahr ca. 2.3% mehr. So kann und darf aber nicht gerechnet werden. Denn unter dem Strich bleibt ein Plus. Mehr Ferien bedeuten eine Steigerung der Produktivität. Denn erholte und zufriedene Arbeitnehmende erbringen in weniger Zeit die bessere Leistung und haben somit mehr Ferien längstens verdient.
Sechs Wochen Ferien für alle Menschen in der Schweiz - Sechs Wochen Ferien bauen auf!
Weitere Infos zur Ferieninitiative