Der rasante Wandel der Arbeitswelt veränderte die Bedürfnisse und Interessen der Arbeitnehmenden und wird dies auch weiterhin tun.
Syna hat bereits vor 10 Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und schloss sich zur ersten interprofessionellen Gewerkschaft der Schweiz zusammen. Die Veränderungen in der globalisierten Wirtschaft und Gesellschaft und die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben wir in unserer Jubiläumsbroschüre festgehalten und werfen einen Blick in die Zukunft der Gewerkschaftsarbeit, gerade auch anhand der aktuellen Finanzkrise und der drohenden Rezession.
Die Jubiläumsbroschüre kann beim Syna-Zentralsekretariat unter der Telefon-Nr. 044 279 71 71 oder per E-Mail bestellt werden.
Prof. Dr. Iwan Rickenbacher, der bei der Gründung und Namensgebung der Syna mitwirkte, wies darauf hin, dass der Namenswechsel einen eigentlichen Paradigmawechsel der traditionellen Gewerkschaftsarbeit bedeutete: Die Orientierung auf eine Branchen übergreifende Interessenvertretung der Arbeitnehmenden, der Auf- und Ausbau der Gewerkschaftsarbeit im Dienstleistungssektor sowie eine neue Art der Interessenvertretung im Sinne einer verstärkten KundInnenorientierung zu den Mitgliedern.
Ausführlicher Pressetext von Iwan Richkenbacher

Teletop-News vom 22.12.2008
Kurt Regotz, Präsident Syna, umschrieb Syna als Gegenentwurf zu einer Welt, die alles nur noch auf den Marktwert reduziert. Syna setzt dem entfesselten Kapitalismus Solidarität und Integration entgegen. Die Wirtschaft hat den arbeitenden Menschen samt ihren Familien zu dienen und nicht umgekehrt. So hat Syna, zusammen mit ihrer Dachorganisation Travail.Suisse, mit der Initiative für faire Kinderzulagen erreicht, dass nun per 1. Januar 2009 das neue Familienzulagengesetz den Familien schweizweit rund eine halbe Milliarde Franken mehr zur Verfügung steht. Ein ideales Konjunkturprogramm!
Angesichts der aktuellen Krise in der Finanz- und Wirtschaftswelt ist Synas Forderung nach einer gerechten und menschenwürdigen Arbeitswelt aktueller denn je. In diesem Sinne rief er auf, die Krise gemeinsam zu meistern und am 8. Februar 2009 ein JA zur Weiterführung der Personenfreizügigkeit in die Urne zu legen.
Ausführlicher Pressetext von Kurt Regotz
Arno Kerst, Vicepräsident Syna, fokussierte auf die aktuellen Lohnverhandlungen. Syna ist über weite Strecken mit den Lohnergebnissen nicht zufrieden, wenn wir sie an den berechtigten Forderungen vom Sommer messen. Im Schnitt konnte zumindest der Teuerungsausgleich von 2,5 Prozent ausgehandelt werden, was aber angesichts der bis vor kurzem noch erzielten rekordhohen Unternehmensgewinnen und dem von den Arbeitnehmenden erkrampften Produktivitätszuwachs keineswegs zu genügen vermag. Umso mehr setzt sich Syna für eine gerechte und menschenwürdige Lohnpolitik ein, welche die wirtschaftliche Existenz der Arbeitnehmenden und ihren Familien sichert, die Produktivitätssteigerung angemessen honoriert und zumindest die Kaufkraft bewahrt. Hierzu setzt Syna auf den Ausbau und die Ausdehnung des Gesamtarbeitsvertrags. Denn als sozialpartnerschaftliches Regelwerk ermöglicht er einen konstruktiven Interessensausgleich, der sowohl für die Arbeitnehmenden wie für die Arbeitgebenden zu den ausgewogensten und nachhaltigsten Lösungen führt.
Ausführlicher Pressetext von Arno Kerst
Chantal Hayoz, Zentralsekretärin Dienstleistungssektor Romandie, nannte den Auf- und Ausbau des Dienstleistungssektors als eine der ausschlaggebenden Herausforderungen zur Gründung der Syna. Die Investitionen in diesen Sektor haben sich gelohnt. Ein Drittel der Syna-Mitglieder ist im Dienstleistungssektor beschäftigt, was auch die Anzahl Frauen unter unseren Mitgliedern merklich erhöht hat.
Auf Schweizer Ebene ist Syna in wichtigen Gesamtarbeitsverträgen (GAV) Sozialpartnerin, so zum Beispiel bei Coop, im Gastgewerbe, im Reinigungs- und im Coiffeurgewerbe. Zudem initiiert Syna die Aushandlung von neuen GAV. So geschehen mit Valora, die grösste Kioskbetreiberin in der Schweiz.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Gesundheitswesen, das in den letzten Jahren die grösste Anzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen hat. Auch hier hat Syna ihre Aktivitäten verstärkt.
Ausführlicher Pressetext von Chantal Hayoz
Syna stellt sich auch in Zukunft den neuen Herausforderungen, um dem stetigen Strukturwandel in der Arbeitswelt gerecht zu werden.
«Syna hat die Grundlagen geschaffen, um diese Zukunft erfolgreich zu bewältigen» hielt Iwan Rickenbacher abschliessend fest. In diesem Sinne bleibt Syna auch in den kommenden zehn Jahren dran!