Mit einem selbstbewussten und zukunftsweisenden Auftritt hat sich die Gewerkschaft Syna 1998 an ihrem Gründungskongress in Biel auf den Weg zu neuen Ufern der Gewerkschaftsarbeit gemacht.
Die ersten beiden Co-Präsidenten formulierten klar, was Syna will:
Syna im Dienst der arbeitenden Menschen
Die Gewerkschaft Syna will den Dienst für den arbeitenden Menschen in einer unverwechselbaren Art und Weise leisten. Man wird Syna an ihrem Auftritt und an ihren Ideen, an ihrer Leistung erkennen und messen. Ihre Grundsätze sind die Gesellschaft im Tiefsten zusammenhaltenden Werte der christlichen Sozialethik. Sie wird mit fairem Verhalten der Sozialpartnerschaft Sorge tragen. Sie ist der demokratischen Grundordnung verpflichtet, die auf Achtung der Rechte der Person, auf Freiheit und auf Mitbestimmung beruht. Peter Allemann
Syna als Gegenentwurf
In einer Zeit, in der an den Finanzmärkten durch optimales Parkieren von Kapitalanlagen mehr Geld verdient wird als mit dem Einsatz des Faktors Arbeit -zu einer Zeit, da das wirtschaftspolitische Umfeld sich primär am Markt pur orientiert und die Verteilung des erarbeiteten Reichtums durch das Shareholder-Prinzip bestimmt wird - in einer solchen Zeit muss sich Syna klar und engagiert für ihre Grundsätze einsetzen: Solidarität und Integration. Eine Welt, die alles und jedes nur noch auf seinen Marktwert reduziert, braucht einen Gegenentwurf. Hugo Fasel
Syna setzt der Aktionärsmacht den Wert der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Integration gegenüber.
Mit diesen ehrgeizigen Zielen haben 1998 die Gewerkschaften CHB, CMV, LFSA, SGG und VCHP die neue Gewerkschaft Syna gegründet. Wie weitsichtig und notwendig es ist, der Macht des Geldes mit Menschlichkeit und Solidarität zu trotzen und Gerechtigkeit für alle einzufordern, unterstreicht einmal mehr die gegenwärtige Finanzkrise, die weltweit auf die Realwirtschaft übergreift.
Heute, zehn Jahre später, stellen wir fest, Syna wirkt.
- Unsere Geradlinigkeit hilft, den Konflikt im
Baugewerbe zu lösen.
- Dank unserem Einsatz erhöhen sich die
Kinderzulagen in der ganzen Schweiz.
Und wir stellen uns den künftigen Herausforderungen. Wir wollen die Arbeitswelt von morgen im Interesse der Arbeitnehmenden und im Zeichen der Solidarität und der Integration mitgestalten und mitbestimmen.
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft - es braucht immer engagierte Menschen, um etwas zu bewirken. Und immer mehr Arbeitnehmende wählen Syna zu ihrer Interessensvertreterin.
Wir danken allen Mitgliedern, SympathisantInnen und MitarbeiterInnen, die mit ihrem solidarischen Engagement die Gewerkschaft Syna ausmachen.
Kurt Regotz, Präsident
Mediengespräch zum 10-Jahre-Jubiläum
10 Themenseiten zum 10-Jahre-Jubiläum im Syna Magazin 2008