Lidl ist da - Syna verlangt faire Arbeitsbedingungen
Am 19. März 2009 hat Lidl Filialen in verschiedenen Kantonen eröffnet. Und Lidl baut sein Netz laufend weiter aus. Syna fordert faire Arbeitsbedingungen für Lidl-Angestellte, die in einem Gesamtarbeitsvertrag garantiert werden.
Die Offenheit und Gesprächsbereitschaft des deutschen Harddiscounters fällt auf. Offensichtlich will er in der Schweiz ein besseres Image als in Deutschland erlangen. Mit einer breit angelegten Plakatkampagne kündigte er seinen Markteintritt an. Und die Gewerkschaften konnten bereits erste konstruktive Gespräche mit Lidl führen. Umso mehr erwartet Syna von Lidl verbindliche Zusagen für einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV).
Auch auf dem Beschaffungsmarkt scheint Lidl neue Wege zu gehen. Nach eigenen Angaben bezieht er viele seiner Produkte im Inland, insbesondere Frischprodukte wie Fleisch, Geflügel, Früchte und Gemüse.
Syna stellt vier zentrale Forderungen:
• Keine Arbeit auf Abruf, Arbeitspläne mit Vorankündigungsfristen von mindestens zwei Wochen
• Klare und nachvollziehbare Arbeitszeiterfassung
• Branchenübliche Mindestlöhne
• Garantie der Mindestleistungen im Rahmen eines Gesamtarbeitsvertrags
Syna verlangt Respekt und Wertschätzung für alle Angestellten im Detailhandel. Damit die Gewinne der Discounter nicht auf dem Buckel der Mitarbeitenden erzielt werden.
Carlo Mathieu, Branchenleiter Detailhandel
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Geschichte von Lidl
Die Anfänge von Lidl reichen bis in die 1930er-Jahre zurück, als das Unternehmen in Deutschland gegründet wurde. 1973 eröffnete der erste Discountmarkt in Ludwigshafen. Dieter Schwarz ist Inhaber der Schwarz-Gruppe, zu der auch die deutschen Unternehmen Kaufland, Kauf-Markt und Handelshof gehören. Die Schwarz-Gruppe ist in rund 20 Ländern mit 8000 Filialen vertreten und beschäftigt 170 000 Angestellte. So ist Lidl in Frankreich mit 1200 Filialen Marktführer im Discount-Segment. Lidl hat keinen guten Ruf: Die deutsche Gewerkschaft Ver.di hat die Arbeitsbedingungen bei Lidl immer wieder angeprangert. Auch die Videoüberwachung von Mitarbeitenden oder der enorme Preisdruck auf die LieferantInnen werden öffentlich kritisiert.