Unnachgiebigkeit verhindert Verbesserung des Lohnabschlusses
Kurz vor Weihnachten konnten sich Syna und Unia mit Novartis nicht über die Lohnerhöhung 2010 für den GAV-Bereich einigen. Dabei stand nicht die Höhe des Angebots der Firma von 1.5 % im Mittelpunkt, denn die wirtschaftliche Situation ist bei Novartis auch in diesem Jahr exzellent. Gescheitert sind die Verhandlungen an der unverrückbaren Haltung der Novartis-Verantwortlichen, die an ihrem engen Verteilschema festhielten.
Die Gewerkschaften Syna und Unia wurden durch die Personalvertretung der GAV-Mitarbeitenden an den Verhandlungstisch gerufen, da zuvor ihre Verhandlungen mit Novartis nicht zielführend waren. Die externen Sozialpartnerinnen, unterstützt von der Personalvertretung, führten die Lohn-Verhandlungen gemäss GAV in der Stufe 2 weiter. Alle Vorschläge der Gewerkschaften bei der Verteilung eine fairere und sozialere Verteilung der ausgehandelten Lohnerhöhungen zu erzielen wurden jedoch abgeschmettert. Novartis verharrte ohne ernstzunehmendes Gegenangebot auf ihrer Position.
Bedürfnisse der Mitarbeitenden missachtet
Diese unflexible Haltung der Novartis ist umso stossender, da die Belegschaft an einer Mitgliederversammlung und in einer Petition mit mehreren Hundert Unterschriften deutlich zum Ausdruck gebracht hat, dass vor allem der Verteilmechanismus des Arbeitgeberinangebotes ungenügend ist.
Die Glaubwürdigkeit der Novartis, zu einer konstruktiven Sozialpartnerschaft zu stehen, hat arg gelitten. Durch die Weigerung die Lohnverhandlungen für die Mitarbeitenden mit Einzel- bzw. Gesamtarbeitsvertrag nicht gemeinsam zu führen und indem Novartis zuletzt völlig unflexibel auf ihren Positionen verharrte, verkommt ihr Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft zum Lippenbekenntnis.
Weitere Auskünfte:
Arno Kerst, Vizepräsident Syna
Mobile 079 598 67 70
Franco Basciani, Regionalsekretär Syna Nordwestschweiz
Mobile 079 379 80 20
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