Syna hinterfrägt die Zukunft von Alcan - Rio Tinto
Das Übernahmeangebot des britisch-australischen Bergbaukonzerns Rio Tinto für die kanadische Aluminium-Produzentin Alcan löste bei den Beschäftigten von Alcan Schweiz eine Erleichterung aus, weil dadurch die unfreundliche Übernahme durch Alcoa verhindert wird. Fragen stellen sich bei den Beschäftigten aber über die Zukunft von Alcan-Rio Tinto.
Um Klarheit zu erhalten, intervenierte die Gewerkschaft Syna bei Swissmem, damit ein Treffen mit den Verantwortlichen der Alcan Schweiz stattfindet. Die Personalkommissionen in der Schweiz wurden über die Übernahmeabsichten orientiert und nun gilt es, das Personal über diese Fusion genauestens zu informieren.
Standort Schweiz und Europa?
Syna befürchtet, dass die angekündigten Einsparungen wegen angeblichen Synergien in der Höhe von Jährlich 600 Millionen Dollar zu Lasten der Beschäftigten gehen. Daher verlangt Syna klare und transparente Stellungnahmen über die zukünftige Strategie und Perspektiven der verschiedenen Produktionsstandorte in der Schweiz. Viele Mitarbeitende der Alcan Schweiz sind bei uns organisiert. Deshalb will Syna wissen, wie sich die Alcan-Leitung zum Produktionsstandort Schweiz stellt.
Es ist bekannt, dass von australischen Umwelt- und Gewerkschaftsgruppen, so von der «Construction, Forestry, Mining and Energy Union (CFMEU)» Bedenken gegen die Unternehmung Rio Tinto geäussert wurden. Insbesondere wegen Verstössen gegen Umwelt- und Arbeitsrechte sowie mangelnde Sicherheitsbestimmungen.
Syna hofft, dass die bekannte ablehnende Haltung von Rio Tinto gegenüber Organisationen und Interessensverbänden nicht auf die Alcan übergreift und damit die gelebte Sozialpartnerschaft in der Schweiz und Europa keinen Abbruch erleidet.
Weitere Auskünfte:
Josef Lustenberger, Branchenleiter Maschinenindustrie
Mobile 079 322 68 05
josef.lustenberger@syna.ch
Johann Tscherrig, Koordinator Oberwallis
Mobile 079 611 70 26
johann.tscherrig@syna.ch
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