Havarie für Produktionsstandort Schweiz
Heute ist ein schwarzer Tag für die Nordwestschweiz. Clariant verlagert die Produktion von Farbstoffen und Chemikalien für die Textilindustrie nach Asien und streicht 400 Stellen in der Schweiz. Syna ist enttäuscht über den geplanten massiven Stellenabbau und fordert die Anpassung und insbesondere die Verlängerung des Sozialplanes über die ganze Restrukturierungsphase bis 2013!
Seit langem gelingt es der Führung von Clariant nicht, das schlingernde Schiff von Clariant zu stabilisieren. Die unruhige See der Globalisierung hat schon manches Leck in den Spezialitätenchemie-Konzern geschlagen. Heute opfert die Führung mit der x-ten Restrukturierung 400 Arbeitsplätze in der Schweiz.
Prüfstein für die Sozialpartnerschaft
Mit diesem Entscheid steht die Sozialpartnerschaft bei Clariant einmal mehr vor einer harten Prüfung. Syna ist zu konstruktiven Verhandlungen bereit, fordert die Leitung von Clariant aber auf, auch dazu Hand zu bieten. Zuerst muss der Verlagerungsentscheid im Rahmen eines seriösen Konsultationsverfahrens überprüft bzw. rückgängig gemacht werden. Wenn es zu Entlassungen kommt, muss der bestehende Sozialplan aufgrund der Grösse des geplanten Stellenabbaus verbessert und insbesondere auf die gesamte Restrukturierungsphase bis Ende 2013 verlängert werden.
Mit dem heutigen Tag zeigt sich die Schattenseite der Globalisierung mit aller Deutlichkeit. Mitten in einer der grössten Wirtschaftskrisen gehen 400 Produktionsmitarbeitende einer unsicheren Zukunft entgegen.
Weitere Auskünfte
Arno Kerst, Vizepräsident Syna
Mobile 079 598 67 70
Franco Basciani, Regionalsekretär Syna Nordwestschweiz
Mobile 079 379 80 20
<- Zurück zu: Aktuell



Arbeitslosigkeit hat ein Gesicht
