Kurzarbeit statt Entlassungen
90 Stellen sollen bei der Aargauer Rothrist Rohr (Schweiz) AG abgebaut werden – so will es die Geschäftsleitung. Zwei gut besuchte Betriebsversammlungen haben heute dieses Abbauprogramm stark kritisiert. Sie forderten die Geschäftsleitung auf, die Weiterführung der Kurzarbeit ernsthaft zu prüfen sowie einen fairen Sozialplan für die Betroffenen vorzusehen.
90 Entlassungen auf 300 Mitarbeitende am Standort Rothrist - die vom Management von Rothrist Rohr (Schweiz) AG verordneten Massnahmen sind ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Mitarbeitenden. Nachdem das gesunde Unternehmen vor nicht einmal anderthalb Jahren an die weltweit tätige Benteler Gruppe verkauft wurde, droht nun der grosse Kahlschlag.
Die 150 an den heutigen Betriebsversammlungen anwesenden Mitarbeitenden kritisierten das Abbauprogramm denn auch stark und beauftragten die Betriebskommission und die Gewerkschaften Syna und Unia mit der Wahrung ihrer Interessen. Es sei unverständlich, dass Rothrist Rohr die Kurzarbeit vorzeitig abbrechen und 90 Mitarbeitende entlassen wolle – hier müsse das Konsulationsverfahren Klarheit schaffen.
Sollten sich die Entlassungen nach Abschluss des Konsultationsverfahrens als unausweichlich herausstellen, forderten die Beschäftigen als ultima ratio einen fairen und grosszügigen Sozialplan.
Weitere Auskünfte:
Zabedin Iseini, Koordinator Syna-Region Olten-Solothurn
Mobile 079 334 52 57
zabedin.iseini@syna.ch
Josef Lustenberger, Branchenleiter Maschinenindustrie
Mobile 079 322 68 05
josef.lustenberger@syna.ch
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Arbeitslosigkeit hat ein Gesicht
