Finanzkrise zwingt Firma in den Konkurs
Die Gewerkschaft Syna ist zutiefst enttäuscht über die abschlägigen Bankentscheide. Die Wolhuser Geschenkverpackungs-Herstellerin wurde von ihrer Hausbank aufgefordert, sämtliche Kredite sofort zurück zu zahlen. So bleibt der Stewo AG keine andere Wahl, als ihre Produktion einzustellen und die Bilanz zu deponieren. Die Zeche bezahlen nun die 123 Mitarbeitenden, die ihre Stelle verlieren.
Die Gewerkschaft Syna verurteilt den Entscheid der beiden Hausbanken der Stewo AG und des Kaufinteressenten. Gerade den Banken, welche die aktuelle Finanzkrise zum grössten Teil mitverursacht haben und nun auf staatliche Hilfe angewiesen sind, stünde es gut an, alles zu tun, um Arbeitsplätze in der Realwirtschaft zu retten.
Mitarbeitende zahlen die Zeche
Die Firmenleitung suchte seit Monaten intensiv nach einer Lösung. Endlich hatte sie einen Interessenten gefunden, der wesentliche Teile des Unternehmens übernommen und somit einige Arbeitsplätze in Wolhusen gerettet hätte. Jedoch hat auch die Hausbank des Käufers im letzten Moment die Finanzierung verweigert. Die Zeche bezahlen nun die 123 Beschäftigten und verlieren ihren Arbeitsplatz. Wo bleibt hier die soziale Verantwortung derjenigen, welche die Finanzkrise ausgelöst haben?
Auch die frühere Geschäftsleitung ist für die Schliessung der Produktion mitverantwortlich. Zulange wurde mit Investitionen in die veralteten Produktionshallen und Anlagen zugewartet, bis die Produktion nicht mehr konkurrenzfähig war. Mit dem Verkauf hätte aber wenigstens ein Teil der Arbeitsplätze in Wolhusen gerettet werden können.
Sozialverträgliche Massnahmen
Die Gewerkschaft Syna wird gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung alles daran setzen, zusammen mit der Firmenleitung für die 123 Mitarbeitenden eine möglichst sozialverträgliche Lösung zu finden. Syna wird vor Ort den Betroffenen ihre Hilfe anbieten, um trotz des harten Schlages eine Zukunftsperspektive aufzubauen. Syna ruft alle Unternehmen in der Region auf, mit der Stewo AG rasch Kontakt aufzunehmen und den betroffenen Mitarbeitenden wo immer möglich einen Arbeitsplatz anzubieten. Dies im Namen der Solidarität und zur Stützung des regionalen Wirtschaftsstandortes.
Weitere Auskünfte:
Josef Lustenberger, Branchenleiter Maschinenindustrie
Mobile 079 322 68 05
josef.lustenberger@syna.ch
Nicola Colatrella, Regionalsekretär Luzern
Mobile 076 387 09 37
nicola.colatrella@syna.ch
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Arbeitslosigkeit hat ein Gesicht
