Vernunft setzt sich durch
Syna die Gewerkschaft ist erfreut, dass sich jetzt bei den Baumeistern die Vernunft durchgesetzt hat. Die Delegierten des Schweizerischen Baumeisterverbands haben mit wuchtigem Mehr dem neuen Landesmantelvertrag zugestimmt. Dieser tritt am 1. Mai in Kraft. Somit sind die Bauleute nicht mehr länger der Gefahr von Lohn- und Sozialdumping ausgesetzt.
Das mit Unterstützung von Jean-Luc Nordmann erzielte Verhandlungsresultat wird nun definitiv umgesetzt. Die rund 100 000 Bauleute sind nicht mehr länger der Gefahr von Lohn- und Sozialdumping ausgesetzt. Sie können sich wieder auf klar geregelte Mindestlöhne, Lohnerhöhungen und Arbeitsbedingungen berufen.
Der vertragslose Zustand und die harten Auseinandersetzungen haben zu grossen Spannungen zwischen den SozialpartnerInnen geführt. Um wieder zu einer fairen Sozialpartnerschaft zu gelangen, sind vertrauensbildende Massnahmen notwendig und sinnvoll. Erste Schritte sieht denn das Verhandlungsresultat wie folgt vor:
- Es wird eine paritätische Kommission eingesetzt, in welcher auch erfahrene Praktiker Einsitz nehmen, um die Umsetzung der Flexibilisierung der Arbeitszeit zu begleiten.
- Die Vertragspartner verpflichten sich, während der Vertragsdauer den Bildungs- und den Vollzugsfonds (Parifonds) neu zu regeln.
Diese erneute Runde hat gezeigt, dass es möglich ist, in Verhandlungen gangbare Lösungen zwischen den Sozialpartnern zu finden. Die Gewerkschaft Syna hofft, dass es uns zukünftig gelingt, ohne Anrufung der Politik, unter gleichwertigen SozialpartnerInnen zu verhandeln und zu Abschlüssen zu kommen.
Weitere Auskünfte:
Kurt Regotz, Präsident
Ernst Zülle, Branchenleiter Baugewerbe
Dossier LMV: Von der Kündigung zum Frieden auf dem Bau
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Arbeitslosigkeit hat ein Gesicht
